Anlagerung und Ausbildung einer Schutzschicht mit Hydroxylapatit

Zahn-Erosionen werden ausgelöst durch exogene Säure. Das bedeutet, dass Säuren, die von außen hinzugeführt werden, wie zum Beispiel von einigen Obstsorten, die Zähne nachhaltig schädigen können. Auch Magensäure, etwa bei Personen mit einer Reflux-Krankheit oder Bulimie-Patienten, führt dazu, dass aus dem Hydroxylapatit-Kristallgitter der Zähne Calcium und Phosphat herausgelöst wird. Um diesem Herauslösen entgegenzuwirken, kann eine Schutzschicht auf den Zähnen hilfreich sein.

Zusammenfassung der Studie

Abb. 1: Hydroxylapatit-Partikel aus Zahnpflegeprodukten lagern sich auf der Zahnoberfläche an und bilden hier eine Schutzschicht aus.
Abb. 1: Hydroxylapatit-Partikel aus Zahnpflegeprodukten lagern sich auf der Zahnoberfläche an und bilden hier eine Schutzschicht aus.

In Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut wurde untersucht, ob Hydroxylapatit-Partikel eine Schutzschicht auf den Zähnen ausbilden können. Hierfür wurden Rinderzähne so präpariert, dass sie hinterher miteinander vergleichbar sind. Die Probenkörper wurden in unterschiedliche Hydroxylapatit-Dispersionen für 30 Sekunden eingetaucht. Die Dispersionen unterschieden sich im Hydroxylapatit-Anteil: 1 %, 5 %, 10 %.

Die Analyse ergab, dass bei allen Hydroxylapatit-Konzentrationen eine Schutzschicht ausgebildet wurde. Hydroxylapatit-Partikel, wie sie auch in den Bioniq® Repair-Zahnpflegeprodukten genutzt werden, lagern sich bereits nach kurzer Expositionsdauer an die Zähne an. Die Anlagerung erfolgt über polare Interaktionen und dient als Schutzschicht gegen mögliche Säureangriffe.

Die Veröffentlichung der Studie finden Sie hier.

Quelle:  Fabritius-Vilpoux, K. et al. Quantitative Affinity Parameters of Synthetic Hydroxyapatite and Enamel Surfaces in vitro. Bioinspir Biomim Nan 8, 141-153 (2019).